Alles über Aktien - Welche Aktienarten Gibt Es

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Die Nennwertaktie: Die Aktie hat einen Nennwert von mindestens 1 Euro (höhere Nennwerte müssen auf volle 5 Euro lauten), das ist der Anteil am Grundkapital, den der Aktionär besitzt. Man kann sich seinen Anteil an der Gesellschaft errechnen, indem man das Grundkapital, das man selbst besitzt, zum gesamten Grundkapital in Beziehung etfs sinnvoll setzt.

Die Stückaktie: Die Stückaktie repräsentiert einen gewissen Anteil des Grundkapitals. Dieser wird aber nicht in Geld ausgedrückt. Hier lauten die Aktienurkunden auf eine bestimmte Stückzahl von Aktien, z.B. 1000. Wichtig: auch hier muss der rechnerische Anteil am Grundkapital mind. 1 Euro betragen.


Der Preis einer Aktie entsteht immer aus Angebot und Nachfrage. Gibt man eine Kauf- oder Verkaufsorder mit Limit an, muss ein futures erklärt entsprechender Verkäufer bzw. Käufer am Markt sein, der bereit ist, zu diesem Preis zu verkaufen bzw. zu kaufen.

Dies ist ein Nachteil gegenüber Derivaten (Hebelprodukten und Anlagezertifikaten), da für diese der Umsatz an den Börsen völlig irrelevant ist. Der Emittent stellt bei diesen Produkten laufen Geld- und Briefkurse, sodass Sie die Papiere immer kaufen Risikokapital und verkaufen können. Es herrscht oftmals die Meinung, dass auch für Derivate Umsätze vorherrschen müssen und daher kaufen viele Privatanleger nur Papiere, welche gerade in den Umsatzlisten ganz oben stehen. Da diese in der Regel von den größeren Emittenten sind, ist dies ein Problem für kleinere Emittenten gegen dieses „Vorurteil" anzukommen.

Einige Begriffe für den Kauf bzw. Verkauf von aktien verstehen (natürlich gelten diese Orderarten auch für Derivate):

Billigst = unlimitierte Kauforder

Bestens = unlimitierte Verkaufsorder

Limit = Obere bzw. untere Preisgrenze, bis zu der eine Wertpapierorder ausgeführt wird.

Stop-Buy-Order = Kauforder, die erst beim Überschreiten eines bestimmten Kurses ausgeführt wird.

Stopp-Loss-Order = Verkaufsorder, die erst beim Unterschreiten eines bestimmten Kurses ausgeführt wird.


Eine Aktie ist eine Urkunde, die ihrem Inhaber einen Anteil am Gesamtvermögen einer Aktiengesellschaft (AG) verbrieft. Der Aktionär ist also Miteigentümer am Unternehmen. Dadurch trägt er auch einen Teil des Risikos, welches mit der Aktiengesellschaft zusammenhängt. Bei guter Geschäftslage oder in deren Erwartung verdient der Aktionär durch steigende Kurse der Aktien. An der Börse wird vor allem die Zukunft gehandelt.

Wichtig:

Als Aktionär ist man zwar Miteigentümer einer Aktiengesellschaft, aber kein Gläubiger. Im schlimmsten Fall, dem Konkurs, haftet der Aktionär also nicht mit seinem Vermögen für die Gesellschaft, sondern nur mit seiner Aktieneinlage.

Wichtiger ist die Unterscheidung von Inhaber- und Namensaktien:

Die Inhaberaktie:

Ist die Normalform einer Aktie, sie wird durch Weitergabe übertragen. Es darf also immer derjenige das Stimmrecht ausüben, der die Aktie besitzt.

Die Namensaktie:

Wird auf einen Inhaber ausgestellt. Beim Wechsel des Besitzers muss eine Änderung im Aktienbuch des Unternehmens stattfinden. Besondere Form ist die vinkulierte Namensaktie: Die Gesellschaft kann die Eintragung ins Aktienbuch ablehnen (z.B. bei Übernahmeversuchen wichtig).

"Qualität" von Aktien

Gerade bei der Anlage seines Geldes, sollte man über die Qualitätsunterschiede bei der Aktienauswahl bescheid wissen und dementsprechend auf diese achten.

Blue Chips

Aktien erstklassiger Unternehmen mit sehr guter Marktpositionierung und Erfolg. Für Anfänger, welche ohne Hilfe in den Markt gehen, empfiehlt sich zunächst die Investition in solche Aktien, da hier das Risiko begrenzt ist. Die meisten deutschen Blue-Chips finden Sie im deutschen Aktienindex DAX.

Zyklische Aktien

Unter zyklischen Aktien versteht man Aktien von sehr konjunkturabhängigen Unternehmen. Die Gewinne zyklischer Aktien schwanken also in Abhängigkeit der Konjunktur einer Branche oder einer gesamten Volkswirtschaft. Dementsprechend kann dies in kurzen Zeiträumen geschehen. Als typische zyklische Aktien sind Konsumwerte zu nennen. Eine schlechte konjunkturelle Lage einer Volkswirtschaft und der damit einhergehenden geringeren Nachfrage nach eben diesen Konsumgütern wirkt sich selbstverständlich negativ auf die Ertragslage dieser Unternehmen aus.

Nebenwerte

Unter Nebenwerten versteht man Aktien kleinerer bis mittlerer Unternehmen. Hier sind die Kursbewegungen heftiger und schneller. Als Problem kann ein sehr geringer Umsatz auftreten, bei dem der Kurs sehr schnell in die eine oder andere Richtung getrieben werden kann. Besonders bei dieser Art von Aktien ist es wichtig immer Limits bei den Orders zu setzen, da es sonst zu Überraschungen bei der Kursausführung kommen kann (dies ist auf den meist geringen Umsatz zurückzuführen). Die Überraschungen liegen an der Tatsache, dass bei Aktien immer Angebot und Nachfrage aufeinander treffen müssen.

Penny Stocks

Extrem risikoreiche Aktien, deren Wert im "Penny"-Bereich liegt. Diese Investition ist sehr spekulativ und daher für Anfänger ungeeignet. Wenn Sie allerdings von den Zukunftsprognosen eines Unternehmens überzeugt sind und die Aktie von diesem Unternehmen momentan als Pennystock gilt, kann dies natürlich auch ein sehr erfolgversprechendes Investment sein. Lassen Sie sich aber nicht dazu verleiten, bei Pennystocks wild drauf loszukaufen, da das Totalverlustrisiko ebenfalls sehr hoch ist. Wenn Sie sich also dennoch investieren wollen in einem Pennystock, legen Sie nur einen Bruchteil Ihres Tradingkapitals in einen solch spekulativen Wert (Penny-Stock) an. Genau wie bei den Nebenwerten, ist bei Pennystocks auch das Problem des Umsatzes zu nennen. Deshalb kann es auch hier zu Überraschungen bei der Kursausführung kommen. Setzen Sie auf jeden Fall ein Limit bei Ihrem Kauf und falls Sie investiert sind, bei Ihrer Verkaufsorder. Die Überraschungen liegen an der Tatsache, dass bei Aktien immer Angebot und Nachfrage aufeinander treffen müssen.

Außerdem unterscheidet man zwischen Stamm- und Vorzugsaktie:

Die Stammaktie:

ist eine "vollwertige" Aktie, die dem der Besitzer das Recht einräumt, die Hauptversammlungen der Gesellschaft zu besuchen und dort abzustimmen. Es besteht die Möglichkeit, Weisungen zur Stimmabgabe zu geben oder Gegenanträge einzureichen. Die Hauptversammlung findet i.d.R. einmal im Jahr statt, oft im Frühjahr. Dort präsentiert der Vorstand das Unternehmen, stellt den Geschäftsverlauf des letzten Jahres dar und gibt einen Ausblick. Zum Besuch eingeladen werden alle Aktionäre; die Benachrichtigung erfolgt kurz vorher. Und wenn es der Gesellschaft gut geht, gibt es nach Beschluss der HV auch eine Dividendenzahlung, die Gewinnbeteiligung des Aktionärs.

Die Vorzugsaktie:

Bietet kein Stimmrecht in der Hauptversammlung, dafür oft eine etwas höhere Dividende und einen niedrigeren Aktienkurs.


Um Aktien kaufen zu können, ist es notwendig ein Wertpapierdepot bei einer Bank zu besitzen. Es ist von Vorteil bei dieser Bank bereits ein Girokonto zu führen, da darüber die finanzielle Abwicklung geschieht.

Bei der Depoteröffnung erhält man eine Belehrung über die Risiken, die mit Wertpapiergeschäften verbunden sind, und man muss einen Fragebogen nach §31 Absatz 2 WpHG ausfüllen. Darin muss angegeben werden, welche Anlageziele man verfolgen will und welche Risikoklasse für einen passend ist.

jede Angabe unterhalb höchster Risikobereitschaft führt zu Einschränkungen bei den späteren Handlungsmöglichkeiten!

Wenn das Depot eröffnet ist, kann man seine Orders ab sofort bei der Bank aufgeben.

Die anfallenden Gebühren sind bei der Hausbank allerdings sehr hoch. Es empfiehlt sich daher ein Konto bei einem Online Broker zu eröffnen.


In Deutschland gibt es 8 Börsenplätze: Berlin, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, München und Stuttgart.

Über 90% des gesamten Aktienhandels werden heutzutage allerdings über das elektronische Handelssystem der Deutschen Börse AG "XETRA" abgewickelt (Stand 2004). XETRA ist die Abkürzung für "Exchange universalbank Electronic Trading".

XETRA ist an Handelstagen der Frankfurter Wertpapierbörse von 9:00 bis 17:30 Uhr geöffnet. Anschließend gibt es noch eine Schlussauktion, welche bis ca. 17:45 Uhr andauert. Dies ist besonders wichtig bei Knock-Out Produkten, da diese bis zum offiziellen Xetra Schlusskurs ausknocken können und somit bis ca. 17:45 Uhr. Viele Privatanleger kaufen um kurz nach 17:30 Uhr Knock-Out Produkte mit einem Basispreis nahe des DAX Kurses um 17:30 Uhr und wundern sich anschließend, warum das Produkt anschließend noch ausgeknockt ist.

An der Präsenzbörse in Frankfurt am Main wird hingegen bis 20:00 Uhr gehandelt. Die Kurse auf Xetra sind Basis zur Berechnung des wichtigsten deutschen Aktienindex DAX (Deutscher Aktienindex).